Die Filialkirche Aschenroth ist der Hl. Maria, der Patronin Bayerns (BMV patrona Bavariae) geweiht. Das Patrozinium (eigentlich 1. Mai) wird an einem der Sonntage im Mai gefeiert und mit einer Sakramentsprozession durch den Ort festlich gestaltet. Baugeschichte : nach Westen gerichtete Kirche, ein einfacher rechteckiger Saal mit stich-bogigen Fenstern, abgetrenntem, um zwei Stufen erhöhten polygonalen Chor und Dachreiter über dem Langhaus unter Pfarrer Otto Maucher nach Plänen von Professor Selzer, München, 1922/23 erbaut; Grundsteinlegung am 17.04.1922; Benediktion durch Dekan Oskar Holzmann, Gemünden, am 29.07.1923; Sakristei südlich vom Chor; Außen- (1980/81) und Innenreno-vierung (1982/83) unter Leitung von Georg Wiesinger, Gemünden. Außen über dem Eingang Muttergottesrelief von Josef Gerngras, Würzburg, 1926. Innenaustattung : Hochaltar mit zweisäuligem Aufbau, um 1922 (mit älteren Bestandteilen aus dem 19. oder frühen 20. Jhdt.): Altarblatt mit Darstellung der Muttergottes mit Kind und dem Johannesknaben von Eulogius Böhler, Würzburg, 1925; seitlich Statuen der hl. Anna (links) und des hl. Joachim (rechts), auf dem Gebälk zwei Engel, im Auszug Auge Gottes, als Bekrönung Kreuz; Altar versus populum aus Holz, 1996; Ambo aus Holz nach Entwurf von Evelyn Büttner, Rannngen, 1983; an der südlichen Chorwand über der Sakristeitüre Ikone in einem neugotischen Rahmen; zwei Seitenaltäre ohne architektonischen Aufbau von Josef Gerngras, Würzburg, 1927 (Stiftung durch Anton Volk aus Amerika; gebürtig aus Aschenroth): südlich Christusaltar, Altarblatt mit Darstellung des thronenden Christus von Hans Klein, Würzburg, 1927, in einem geschnitzten Rahmen mit Rankenwerk, Blumen und Tieren, über dem Altarblatt Heilig-Geist-Taube und Gottvater, auf dem Altar Herz-Jesu-Statue aus Gips; nördlich Altar zu Ehren der hl. Familie, Altarblatt mit Darstellung der hl. Familie von Hans Klein, Würzburg, 1927, in einem geschnitzten Rahmen mit Rankenwerk, Blumen und Tieren, über dem Altarblatt zwei Engel, die ein Medaillon mit der Inschrift halten: „SANCTA FAMILIA ORA PRO NOBIS“; an der südlichen Langhauswand Kanzel von Josef Gerngras, Würzburg, um 1927: am viereckigen Korpus Relief des segnenden Christus sowie Medaillon mit Inschrift „Selig die Gotteswort hören und befolgen“ an der Rückwand Heilig-Geist-Taube, als Bekrönung des Schalldeckels ein Engel; an der nördlichen Langhauswand Holzstatue der Muttergottes mit Kind von Josef Gerngras, Würzburg; 14 gemalte Kreuzwegstationen von Joseph Nolten, Würzburg, 1810; Orgel mit 6 Registern von Michael Bittner, Nürnberg, 1880; Restauration durch Fa. Gustav Weiss, Zellingen, 1984; Grundfläche ca. 240 qm. Die Kirche steht unter Denkmalschutz. Glocken : Glocke mit Schlagton cis’’; Durchmesser 74,5 cm; Gewicht 230 kg; Umschrift: „MAT-HILDE ANNA UND LUDWIG MUELLER, ASCHENROTH“; 1936 gegossen. Glocke mit Schlagton dis’’; Durchmesser 61,1 cm; Gewicht 120 kg; 1952 gegossen. - Glocke mit Schlagton gis’’; Durchmesser 48,1 cm; Gewicht 50 kg; 1952 gegossen.
Alle drei Bronzeglocken wurden von Fa. Lotter, Bamberg, gegossen. Eigentümer und Baulast : Politische Gemeinde; Fl-Nr. 108 zu 922 qm; Hausnr. 32.  |